Anstieg des Meeresspiegels

Bald steht uns das Wasser bis zum Hals

Fluchtursache: Anstieg des Meeresspiegels

Der Klimawandel und damit die Erwärmung der Erdoberfläche führen dazu, dass die Eismassen an den Polen und in Grönland abschmelzen. Seit den 1990er Jahren stieg der Meeresspiegel innerhalb von 10 Jahren um ca. 3 cm. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 der Meeresspiegel um mind. 30 cm bzw. im schlimmsten Fall sogar fast einen Meter angestiegen sein wird. 

Besonders betroffen vom Anstieg des Meeresspiegels sind die vielen kleinen Inselstaaten im Pazifik, zum Beispiel die Marshall-Inseln, Palau, Tuvalu, Fidschi und viele andere. Viele dieser Inseln erheben sich teilweise nur bis max. 5–10 m über dem Meeresspiegel. Ein Meter mehr oder weniger entscheidet – nicht nur in der Sturm- und Flutsaison – ob eine Insel weiterhin bewohnbar bleibt.

Neben den Inselstaaten sind es aber natürlich auch alle Küstenregionen der Welt, die von einem Anstieg des Meeresspiegels betroffen sein werden. Gut zwei Drittel aller Menschen weltweit leben in Küstennähe, also weniger als 100 km von der Küste entfernt. Durch Landflucht wächst vor allem in Asien, wo besonders viele Städte an der Küste liegen, der Bevölkerungsanteil derer, die in gefährdetem Gebiet leben. Von den 50 größten Städten der Welt liegen 30 direkt am Meer (darunter bekannte Städte wie Shanghai, Mumbai, Dhaka, Tokyo, Bangkok, New York, Lima, Hongkong, Rio de Janeiro, Singapur, Sydney und Los Angeles). Zu den 16 am stärksten betroffenen Staaten zählen neben China und Indien auch Bangladesch, Vietnam, die Niederlande, Ägypten und die USA. Allein in diesen Staaten werden über 1 Milliarde Menschen die Auswirkungen des steigenden Meeresspiegels direkt zu spüren bekommen.

Anzahl potenzieller Klimaflüchtlinge

Die Bevölkerung der betroffenen Pazifik-Inseln beträgt insgesamt ca. 3 Millionen Menschen. Rechnet man dazu noch die Menschen, die in küstennahen Gebieten leben, die vom Anstieg des Meeresspiegels überschwemmt werden, sind wir bei über 1 Milliarde Menschen.

Was macht die JBN?

Dritte Startbahn

Treibhausgase und CO2 sind DIE Klimakiller schlechthin. Besonders wir Menschen, die wir in den Industrienationen leben, stoßen jährlich viele Tonnen dieser schädlichen Treibhausgase aus. Mal eben mit dem Auto zum Schwimmen fahren, warum nicht nach dem Abi nach Mallorca zum Chillen, das ganze Jahr über leckere Mangos im Supermarktregal... und vieles mehr. Unser Lebensstil hat direkte Auswirkungen auf das Klima.

Aber selbst, wenn der/die Einzelne sich dessen bewusst ist und auf Auto, Flugzeug und sinnlose Importe möglichst verzichtet, in der Politik scheint es manchmal noch nicht angekommen zu sein, dass wir hier etwas ändern müssen, um die Welt nicht komplett gegen die Wand zu fahren.

Dies ist mit ein Grund dafür, warum sich die JBN seit Jahren gegen die Dritte Startbahn am Münchner Flughafen einsetzt. Schon jetzt ist der Flughafen in München Bayerns größter Klimakiller. In einem Jahr produziert er genauso viel Treibhausgase wie der gesamte Freistaat in eineinhalb Monaten. Davon abgesehen zeigen Berechnungen, dass die beiden Landebahnen noch nicht an ihre Belastungsgrenze gestoßen sind und auch der Aufbau eines zusätzlichen Drehkreuzes neben Frankfurt ist nicht realistisch. Eine dritte Startbahn würde keinen Mehrwert für Bayern bedeuten, sondern einfach nur den vermehrten und rücksichtslosen Ausstoß von Emissionen und Treibhausgasen, die den Klimawandel und den Meeresanstieg vorantreiben.

Wenn du der JBN bei ihrem Einsatz gegen die Dritte Startbahn helfen möchtest, kannst du hier mehr Informationen finden.